Gender und koronare Herzkrankheit
Auf die Frage, an welcher Krankheit sie sterben könnten, antworten meist nur wenige Frauen mit „Herzinfarkt“. Dabei stellen Herzkreislauferkrankungen und der plötzliche Herztod auch bei Frauen die häufigste Todesursache dar.
Viele Frauen kommen überhaupt nicht auf die Idee, dass ihnen ein Infarkt droht. Denn die „klassischen“ Symptome wie Engegefühl und Schmerzen im Brustkorb fehlen oftmals. Stattdessen klagen Frauen häufiger als Männer über „untypische“ Beschwerden wie Oberbauchbeschwerden, Übelkeit (bis hin zum Erbrechen), Luftnot oder Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich.
Im Rahmen der Kampagne Herzintakt wird das Thema "Frauenherzen schlagen anders" von der Landesarbeitsgemeinschaft Herz und Kreislauf in Schleswig-Holstein e. V. (LAG) und der Koordinationszentrale für das Gesundheitsziel „Verringerung der koronaren Herzkrankheit (KHK)" unterstützt. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Informationsveranstaltungen dazu im Lande stattgefunden.
Ein Flyer zu diesem Thema informiert gezielt über das von vielen Frauen unterschätzte Risiko und wie wichtig es ist, die Frühwarnzeichen zu kennen und auf sie zu achten. Außerdem finden sich Hinweise zur richtigen Reaktion im Notfall, denn bei Verdacht auf Herzinfarkt zählt jede Minute. Da Frauen oft nicht mit einem Infarkt rechnen, warten sie erst einmal ab, bevor sie ärztliche Hilfe einholen. Aber nur bei schneller Hilfe besteht eine Chance, das Herz vor schweren Schäden zu bewahren!
Zusätzlich enthält der Flyer einen Schnelltest mit elf Fragen zu den zentralen Risikofaktoren, der in einer Minute ausgefüllt werden kann. Dabei ist das individuelle Risiko umso höher ausgeprägt, je mehr Punkte zutreffen..
Der Flyer Frauenherzen schlagen anders kann im Download-Bereich abgerufen werden.
Die Landesarbeitsgemeinschaft Herz und Kreislauf in Schleswig-Holstein e. V. hat zusätzlich eine Powerpoint-Präsentation "Frauenherzen schlagen anders" erstellt. Die Präsentation kann per E-Mail unter info@lagsh.net angefordert werden.
Die Koordinationszentrale und die LAG sind gerne bei der Planung und Durchführung weiterer "Frauenherzen schlagen anders"-Veranstaltungen behilflich. Bei Interesse nehmen Sie gerne Kontakt zu Dr. Michael Lohmann, Landeskoordinator bei der Ärztekammer Schleswig-Holstein für das Gesundheitsziel "Verringerung der KHK", auf.




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